Der Reitsport ist für viele Menschen nicht einfach nur ein Hobby, sondern eine Leidenschaft. Kaum jemand reitet einfach einmal in der Woche für ein Stündchen, um sich fit zu halten, obwohl das Reiten körperlich sehr fordert und durchaus als Fitnesstraining geeignet ist. Bei richtigen Pferdenarren aber ist es die Liebe zum Pferd selbst, die Stallatmosphäre und alles, was dazu gehört, was so sehr fasziniert. Viele Erwachsene, die als Kind Reitstunden hatten, möchten sich den Traum irgendwann wieder erfüllen, denn der Reitsport lässt einen Menschen nie so ganz los.
Anfangen kann man in jedem Alter
Ebenso, wie man als Erwachsener auch noch Klavier spielen oder Schwimmen oder lernen kann, ist es für eine einführung in den Reitsport nie zu spät. Man muss das Reiten nicht als Kind erlernt haben, um Freude daran zu haben. Mit einem erfahrenen Reitlehrer, der auch erwachsene Anfänger unterrichtet, macht der Einstieg in jedem Alter Spaß. Für die Grundausrüstung sind ein Reithelm und einfache Reitstiefel wichtig, die aber nicht teuer sein müssen. Spezielle Reitkleidung wie eine Reithose muss man sich erst anschaffen, wenn man sich nach einem Schnupperkurs entschieden hat, regelmäßige Reitstunden zu nehmen.
Auch für Wiedereinsteiger ist eine Einführung in den Reitsport wichtig
Wer vielleicht als Kind geritten ist und dann lange pausiert hat, sollte sich auf jeden Fall darauf einstellen, dass er besser noch einmal von vorne anfängt, um wieder Sicherheit auf dem Pferderücken zu erlangen. Zum einen gilt es, das Gefühl für das Tier wieder aufzubauen, zum anderen beanspruchen wir beim Reiten viele Muskelgruppen, die wir im Alltag wenig trainieren. Der berüchtigte „Reiterkater“ nach der ersten Reitstunde erinnert daran, dass man es besser sanft angehen lassen sollte. Hat man sich aber erst wieder an die körperliche Belastung gewöhnt, wird das Reiten schnell gesunden Lieblingssport. Reiten trainiert nicht nur die Muskeln, sondern fördert auch den Gleichgewichtssinn, was sich auch positiv auf die Leistung des Gehirns auswirkt. Ausritte an der frischen Luft zu jeder Jahreszeit halten auch noch das Immunsystem fit.
Die Beziehung zwischen Mensch und Tier
Für niemanden ist das Pferd einfach nur ein Sportgerät wie ein Fußball oder ein Surfbrett. Das Pferd ist eines der faszinierendsten Wesen überhaupt, und wer reitet, begreift sein Pferd schnell als Partner und Freund. Sind Pferd und Reiter gut aufeinander eingespielt, so sieht das Reiten für Außenstehende kinderleicht aus, so als würden Pferd und Reiter miteinander tanzen. Diese Einheit ist es, was viele Reiter so fasziniert. Das Pferd zu verstehen, seine Körpersprache zu deuten, seine Bedürfnisse zu fühlen und damit gekonnt umzugehen ist für wirkliche Pferdenarren das Schönste an ihrem Sport. Diese enge Verbindung zu dem vertrauensvollen Tier ist übrigens nicht nur gut für die körperliche Fitness, sondern auch durchaus für die Seele. Ein echter Pferdenarr überlässt daher das Pferd nach der Reitstunde auch nie einfach nur dem Stallknecht. Die Versorgung des Pferdes vom Auskratzen der Hufe bis zum Satteln ist keine Arbeit, sondern Teil der Leidenschaft.
