Übersicht für WM Bälle und EM Bälle

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Posted by | Posted in Hobby und Grün | Posted on 12-12-2011

Seit der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko 1970 führt die FIFA für jedes ihrer internationalen Turniere einen neuen Spielball ein. Zuvor entschied der jeweilige Gastgeber über das Spielgerät. Das Turnier von 1970 markierte gleichzeitig eine entscheidende Neuerung was das Design von Fußbällen betrifft. Der klassische vernähte Lederball mit Schweinsblase wurde von Plastikbällen abgelöst. Das grundsätzliche Erscheinungsbild des Balles als einer rund geebneten Fläche, die aus 20 Sechsecken und 12 Fünfecken besteht, hat sich seitdem nicht mehr verändert.

Fußbälle nach den FIFA Regeln

Unverändert geblieben sind auch die Größen- und Gewichtverhältnisse, die die FIFA in ihren Richtlinien vorschreibt. Demnach haben alle Spielbälle vollständig kugelförmig zu sein. Ihr Umfang darf zwischen mindestens 68 und höchstens 70 Zentimeter betragen, während das Gewicht 450 Gramm nicht überschreiten und 410 Gramm nicht unterschreiten darf. Der Ball darf bis zu einem Druck von maximal 1,1 bar aufgepumpt werden. Im Rahmen dieser Vorgaben haben FIFA und UEFA für ihre Turniere offizielle Spielbälle herausgegeben. Da in Sachen Größe und Gewicht wenige Variationsmöglichkeiten gegeben sind, unterscheiden sich die Spielbälle vorwiegend in Oberflächenform und Design. Offizieller Hersteller aller Weltmeisterschafts- und Europameisterschaftsbälle ist seit 1970 ununterbrochen die Firma Adidas.

Der WM Ball ? Vom Telestar bis zum Jabulani

Der Spielball der Fußball WM 1970 in Mexiko bestand erstmals aus 32 handgenähten Panels, die wiederum aus 12 Fünfecken und 20 Sechsecken bestanden. Die Fünfecke wurden schwarz, die Sechsecke weiß eingefärbt, um den Ball im Schwarzweißfernsehen der damaligen Zeit besser sichtbar zu machen. Daher auch der Name Telestar. Mit einer Variante des Telestars wurde auch noch vier Jahre später die WM in Deutschland ausgespielt. Mit dem WM Ball, EM Ball Tango wurde das Wabenmuster durch ein Kreismuster abgelöst. Die Bälle der nächsten fünf Weltmeisterschaften basierten auf diesem Modell. So auch der Ball Tango der WM in Spanien 1982. Allerdings verfügte er als erster Spielball über wasserdichte Nähte, was seine Spieleigenschaften bei Nässe deutlich verbesserte. Der Azteca, mit dem bei der WM 1986 in Mexiko gespielt wurde, war der erste aus rein synthetischen Materialien hergestellte Ball, bei dem kein echtes Leder mehr verarbeitet wurde. Der Etrusco, der bei der WM 1990 in Italien zum Einsatz kam, verfügte als erster Ball über eine Innenschicht aus Polyurethanschaum, wodurch eine bessere Ballkontrolle und höhere Schussgeschwindigkeiten möglich wurden. Die Bälle der folgenden Weltmeisterschaften veränderten vor allem die innere Struktur des Spielgeräts. An die Stelle der Blase traten Panels, Mikrobälle oder Luftkammern. So wurden ein spektakuläreres Sprung- und Flugverhalten erzielt. Die Spielbälle Teamgeist von 2006 und Jabulani von 2010 bilden bisher die Endpunkte dieser Entwicklung.

Der EM Ball

Auch die UEFA führte bei den Fußball-Europameisterschaften die Tradition eines einheitlichen und verbindlichen Spielballs ein. Bei der EM 1996 in England wurde zum ersten Mal bei einem Europameisterschaftsturnier ein farbiger Spielball eingesetzt, dessen Design auf das Gastgeberland zugeschnitten war. Der EM Ball Roteiro, mit dem bei der EM in Portugal 2004 gespielt wurde, war der erste reine Kunststoffball, der bei einem EM-Turnier verwendet wurde. Der Spielball der EM 2008 in Österreich und der Schweiz entsprach im Wesentlichen dem Modell Teamgeist. 2012 wird in Polen und der Ukraine mit einem Ball namens Tango 12 gespielt.

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